Start Historie Geschichte 1960 - 1985
Geschichte 1960 - 1985 PDF Drucken E-Mail

 

Die Geschichte der Turnerschaft seit 1960 entnommen aus dem Festbuch zur 150-jährigen Jubelfeier der Turnerschaft Heddernheim 1985

In der Jahreshauptversammlung des Jahres 1961 wurde unser langjähriger verdienstvoller 1.Vorsitzende Christian Weidemann zum Ehrenmitglied ernannt.

Höhepunkt im sportlichen Vereinsleben sind die deutschen Turnfeste. So nahmen 1963 beim Deutschen Turnfest in Essen 12 Aktive unseres Vereins an Wettkämpfen teil.

Im November 1964 veranstaltete der Spielmannszug einen sehr gut besuchten Musikabend, er endete mit der Darbietung des „Großen Zapfenstreichs“. Ein Jahr später am 25.10.1965 anläßlich eines Ehrenabends erhielt der Spielmannszug eine neue Standarte, die am gleichen Abend feierlich geweiht wurde.

An der Jahreshauptversammlung 1967 faßte man den Beschluß, die während des Krieges eingestellte Vereinszeitung wieder erscheinen zu lassen.

Am 3.Februar 1968 verstarb völlig unerwartet unser langjähriger Vorsitzender und Ehrennitglied Christian Weidemann. Eine große Trauergemeinde, unter Mitwirkung des Spielmannszuges, gaben dem Verstorbenen das letzte Geleit.

Als Nachfolger Weidemanns wurde in der darauffolgenden Jahreshauptversammlung

Otto Hammerschmidt, der kommissarisch die Aufgabe des 1. Vorsitzenden wahrgenommen hatte, bestätigt und mit ihm ein fast gänzlich neuer Vorstand, bestehend aus jüngeren Mitgliedern, gewählt.

Das Deutsche Turnfest vom 28.05. – 02.06.1968 in Berlin wurde von vielen Schlachtenbummlern unseres Vereins besucht, die unsere 11 Aktiven tatkräftig unterstützten und anfeuerten.

Besonders zu erwähnen sei hier die Leistung unseres Aktiven Heinz Rienecker, der in Berlin die schnellste Zeit auf der 100m Strecke in 10,6 sek. lief und hierfür beim Hessenabend vom Charlottenburger Bürgermeister Günter Spruch gewürdigt wurde.

Erstmals im Herbst 1968 stellten unsere Handballer, zusammen mit den Heddemer Käwwern und dem Sportverein SV 07 wieder einen Kerwebaum an unsere Turnhalle auf. Ebenfalls wurde der überlieferte „Gickelschmiß“ durchgeführt.

Durch die Erbauung der Nordweststadt und damit auch des neuen Hallenbades, das uns einmal wöchentlich zur Verfügung steht, wurde eine Schwimmabteilung ins leben gerufen.

Anläßlich des 50jährigen Bestehens des Spielmannszuges im Jahre 1969 übergab der Gründer und Leiter des Spielmannszuges Jakob Barz die Stabführung seinem Nachfolger Heinz Schlatter.

Ein Jahr später, im Jahre 1970, feierten unsere Handballer ihr 50jähriges Jubiläum mit einem großen Handballtunier auf der Brühlwiese und einem Festabend in der Turnhalle.

Der Teilgrundstücksverkauf an die Stadt zum Bau der Schultunhalle ergab im Jahre 1971 bei der Jahreshauptversammlung eine rege Diskussion.

Der Trend vom Großfeld- zum Kleinfeldhandball bewirkte bei uns eine gewisse Intressenlosigkeit, besonders bei unseren Handballfrauen. Zudem waren auch Altersgründe dafür ausschlaggebend, das einige Spielerinnen und Spieler sich von diesem schönen Sport zurückzogen.

Die Folge war, daß wir keine spielstarken Mannschaften bei Frauen und Männern auf Feld schicken konnten. Aus diesem Grunde wurde eine Handballspielgemeinschaft mit der

TSG Nord West gegründet.

In der Jahreshauptversammlung 1972 übernahm Frank Broschat das Amt des 1.Vorsitzenden

Erstmals in der Vereinsgeschichte registriert der Verein mehr als 1000 Mitglieder. Durch die stetig wachsende Mitgliederzahl wurden für die einzelnen Sparten neue Übungsleiter eingestellt.

Wesentliche Umbauarbeiten in der Turnhalle wurden vorgenommen. So fiel der Bierkeller unter der Bühne den Umkleideräumen für Buben und Mädchen zum Opfer.

Ebenso wurde die Galerie, viele von ihnen als Sektbar bekannt,als Vorstandszimmer umfunktioniert.

Die Spielgemeinschaft im Handball hat sich auch im Jahre 1975 gut bewährt. Insgesamt 13 Mannschaften nahmen an der Punktrunde teil. Die B – Jugend wurde Bezirksmeister und die Altherrenmannschaft Kreismeister.

Bei der Hauptversammlung des Jahres 1976 konnte mitgeteilt werden, daß die Renovierung – und Umbauarbeiten im kleinen Saal und der Gaststätte abgeschlossen sind.

Für den Grundstücksverkauf sind 80% der Verkaufssumme eingegangen.Diese summe wurde für den Bau eines Umkleideraums für Übungsleiter und eines Archivraumes verwandt.

Im Kassenberichtes Jahres 1977 wurde vermerkt, das die Liegenschaft der Turnerschaft schuldenfrei ist.

Als großer Erfolg konnte das Treffen der Althandballer im Jahre 1977 bezeichnet werden.

Aus Kostengründen wurde die Handballspielgemeinschaft mit der TSG Nord West aufgekündigt.

Eine Handballabteilung unter Mitwirkung der Turnerschaft Heddernheim existiert nicht mehr.

Die angefangenen An – und Umbaumaßnahmen der oben erwähnten Räumlichkeiten konnten bis zum Jahresende 1979 fertig gestellt werden. Im Jahre 1981 wurde unsere Turnhalle neu verputzt und bietet seitdem den Heddernheimer Bürgern ein würdiges Gesicht. Ein Jahr später bezieht der Vorstand sein neues Domizil im neugebauten Archivraum.

Das deutsche Turnfest 1983 brachte für unsere Mitglieder einen Höhepunkt in ihrer sportlichen Vereinstätigkeit. Nicht nur die Wettkampfteilnahme war diesmal ausschlaggebend sondern die Tatsache, daß Frankfurter Vereine Gastgeberfunktionen übernehmen mußten. Hierbei wuchsen einige Mitglieder über ihre gewohnten Aktivitäten hinaus und bewiesen echte Gastgeberrollen. Der erfolg des Deutschen Turnfestes ist ein gleichzeitiger Dank an unsere ehrenamtlichen Helfer und Betreuer.

Wenn der Turnverein sich im Ursprung nur auf Geräteturnen und Leichtathletik beschränkt, so können wir im Jubiläumsjahr 1985 auf folgende Abteilungen hinweisen: Gymnastik, Jazz – Gymnastik, Skigymnastik, Volleyball, Schwimmen, Geräteturnen, Turnen für Jedermann, Leichtathletik und Musikzug.

Viele begonnene Arbeiten warten noch auf ihre Erledigung. Möge unser Werk der nachfolgenden Generation richtungweisend sein und im Sinne des sportlichen und kameradschaftlichen Geistes weiterleben.

 
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